KI vs. Mensch: Was Teams aus dem Storymatch-Workshop im 360° lernen können

Okt. 2025 | 360°, Business, Interview

Alle reden über KI – aber wie fühlt es sich an, wenn Mensch und Maschine direkt gegeneinander antreten? Im Workshop „Das Storymatch – Mensch gegen Maschine“ im 360° tauchst du mit deinem Team genau in diesen Vergleich ein: Im „Raum KI“ entstehen in Minuten überraschend schnell Inhalte, im „Raum Mensch“ wächst mit Zeit, Austausch und Sinneseindrücken eine Geschichte mit echter Haltung und Gefühl. Das Spannende: Nicht die Technik steht im Mittelpunkt, sondern ihr – mit euren Erfahrungen, Entscheidungen und eurer Zusammenarbeit. In diesem Artikel bekommt Ihr Einblicke in unser neues Workshop-Format und dabei auch Impulse zur Nutzung künstlicher Intelligenz.


KI vs. Mensch: Storymatch-Workshop

Was können wir Menschen? Was kann KI? In 2 Tagen erschaffen 2 Gruppen in 2 Räumen 2 ganz unterschiedliche Produkte. In diesem Fall sind es Hörgeschichten zu einem vorgegebenen Thema. Im Raum „KI“ wird dabei ausschließlich mit KI – Tools an einer Hörgeschichte zu einem vorgegebenen Thema gearbeitet.  Im Raum „MENSCH“ entsteht eine Hörgeschichte zu einem anderen Thema, komplett ohne KI – Tools. Um allen die Möglichkeit zu geben sich in dem einen oder anderen Raum auszuprobieren, wechseln die Teams alle zwei Stunden die Räume. So haben alle Teilnehmenden an beiden fertigen Produkten gearbeitet.

„KI glänzt im Tempo und in der Menge: schnelle Entwürfe, beliebig oft neu. Aber sie bleibt oft an der Oberfläche – du musst nachjustieren und nachprompten, bis es passt. Im Menschenraum entstehen Geschichten aus Erinnerungen, Körpergefühl und Emotion. Dadurch entsteht auch noch mehr Verbindung zum Ergebnis.“

Markus Sulzbacher, KI-Workshopleiter 

Was dich erwartet, erzählt Workshopleiter Markus Sulzbacher im Interview …


Interview zum Workshop Storymatch KI vs. Mensch mit Markus Sulzbacher

Über Markus Sulzbacher

Markus arbeitet seit vielen Jahren in der Kreativbranche und widmet sich der Kunst mit Sprache und Sounds. Als Sprecher gibt er Hörbüchern und TV-Spots seine Stimme und setzt Texte in Liveperformances neu in Szene. Seit 2018 beschäftigt er sich intensiv mit KI – mit einem klaren Anliegen: faires Anlernen der Algorithmen, ohne Datenraub. Übrigens: Markus ist die männliche Hörbuch-Stimme der teamgeist-Story.


Markus, wie ist aus deiner Neugier die Idee zum „Storymatch“ entstanden – und wie hast du daraus ein Workshop-Format entwickelt?

Ich bin von meiner eigenen Praxis ausgegangen: Stimme aufnehmen, Audiostories bauen, Musik und Effekte gezielt einsetzen. Da war klar: Im Workshop muss genau das passieren – einmal mit KI-Unterstützung und einmal rein analog. Also habe ich zwei klar getrennte Räume konzipiert: Im KI-Raum entsteht das KI-Produkt am Bildschirm. Im Menschenraum arbeiten wir mit Stimme, Instrumenten, Field-Recordings und haptischen Reizen. Der direkte Vergleich macht sichtbar, wo KI Tempo macht – und wo der Mensch Tiefe erzeugt.

Für welche Teams eignet sich der Workshop KI vs. Mensch?

Die Teilnehmenden sollten lediglich über 18 sein – am besten divers zusammengesetzt und offen für Neues. Ideal ist der Workshop für alle, die KI verstehen, ausprobieren und einordnen wollen. Unterschiedliche Perspektiven sind hier ausdrücklich gewünscht – das macht den Austausch und die Ergebnisse besser.

Ihr habt mit wechselnden Rollen zwischen „Raum KI“ und „Raum Mensch“ gearbeitet. Wie kam das an?

Der Wechsel ist herausfordernd – und genau darum wertvoll. Im KI-Raum liegt schnell „etwas“ vor, das zum Aufnehmen verleitet. Im Menschenraum braucht Kreativität spürbar mehr Zeit: Input sammeln, wirken lassen, in Output schalten. Das war eine wichtige Erkenntnis. Damit Gruppen vorankommen wird eine temporäre Führung pro Arbeitsphase vereinbart – sonst geht zu viel Zeit in Basisdemokratie verloren.

„Die Geschichte im „Mensch-Raum“ hat uns beim Hören dazu eingeladen, selber Bilder in unserem Kopf zu malen und vor allem auch dem Hörer Fragen zu stellen. Im „KI-Raum“ hingegen wurden nur Informationen gebraucht. Und das ist auch der große Unterschied zwischen Mensch und KI. Die KI möchte immer nur Antworten liefern, und mögen sie auch falsch sein, wenn Sie es nicht genau weiß, wir Menschen drehen den Spieß um und stellen anderen eine Frage.“,  

Erfahrung Workshopteilnehmer Marius 

Gab es Momente, die dich überrascht haben?

Ja. Eine Teilnehmerin kam mit echter KI-Angst und ging erleichtert: „Jetzt verstehe ich, wie das funktioniert – ich muss keine Angst haben, sondern entscheiden, wie ich sie nutze.“ Solche Erfahrungen zeigen, dass das Format Sicherheit geben kann. Ein anderer Teilnehmer war schon so sehr an die Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz gewöhnt, dass ihm die Arbeit im Menschenraum zunächst eher schwer fiel, er dann aber zunehmend Freude am kreativen Prozess und Austausch hatte. 

Welchen Mehrwert nehmen Teilnehmende mit – für Kreativität, Zusammenarbeit oder Entscheidungen?

Erstens Prozesskompetenz: Loslassen, wechseln, wieder fokussieren. Zweitens Rollen- und Entscheidungsklarheit unter Zeitdruck. Drittens Prompting-Know-how: Wie bringe ich KI zu einem brauchbaren Ergebnis? Und am Ende habt ihr ein hörbares Produkt – kurz, aber komplett – das den Lernerfolg erlebbar macht.

Welche Learnings lassen sich sofort in den Arbeitsalltag übertragen?

Gebt Kreativphasen echte Zeitfenster. Klärt temporäre Führung pro Slot. Nutzt analoge Reize (rausgehen, beobachten, sammeln) als Gegenpol zum Bildschirm. Und trennt Phasen strikt: erst generieren, dann entscheiden, dann produzieren. Das macht schneller und besser.

Warum ist das 360° der ideale Ort für das Storymatch?

Die Architektur hilft: Du bist drinnen und gleichzeitig draußen – Blickachsen in die Natur, der See in Reichweite. Die zwei gegenüberliegenden Räume lassen sich perfekt als KI-Raum und Menschenraum einrichten. Das modulare Mobiliar passt sich an, und weil man vor Ort isst und übernachtet, bleiben Teams im Flow. Kurz: Raum, Zeit und Setting spielen hier ideal zusammen.

Wie stellst du dir die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in den nächsten Jahren vor?

Weg vom Alarmismus, hin zur Symbiose: KI gehört dorthin, wo Massendaten, Simulation und Optimierung gefragt sind – Forschung, Wissenschaft, komplexe Systeme (ja, sogar smarte Ampelschaltungen). In der Kreativität ist KI ein Hilfstool, kein Ersatz. Menschen wollen mit Sinn, Geschmack und Haltung gestalten – das nimmt uns keine Maschine ab.

„Ich hatte mit dir und euch einen super interessanten Tag. Am meisten habe ich über mich selbst gelernt. Und viele Anregungen aus dem KI-Audio Bereich mitgenommen. Das große Erstaunen, was für zwei schöne Produkte rausgekommen sind, hält bis jetzt an. Persönlich war ich vom „analogen “ Hörstück mehr berührt, was an vielen Dingen gelegen haben mag: an der schönen Geschichte, den menschlichen Stimmen oder einfach nur an dem Wissen um die Entstehung. Verblüfft war ich, wie schnell wir im KI-Raum zu Ergebnissen gefunden und diese auch nicht groß in Frage gestellt haben. Im Verlauf haben wir uns dann von den KI-Ideen treiben lassen. Besonders schön war es, am Ende ein Hörstück mit nach Hause zu nehmen – ein echtes Gesprächsstück auch am Abendbrottisch. Und draußen Sounds zu sammeln, die wir drinnen weiterverarbeitet haben, war ein echtes Highlight.“

Erfahrung Workshopteilnehmerin Geertje 

Danke für die interessanten Einblicke, Markus! 

Das Interview mit Markus Sulzbacher führte Christina Engel


Quellen und nützliche Links


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Das Storymatch zeigt euch, wie sich digitale Geschwindigkeit und analoge Tiefe produktiv ergänzen. Ihr trainiert Kreativität unter Zeitdruck, klärt Rollen und Entscheidungen im Team und erlebt, wie echte Sinneseindrücke eure Ergebnisse spürbar verbessern. Der Wechsel zwischen KI- und Menschenraum macht sichtbar, wo Technologie Tempo bringt – und wo ihr als Team Wirkung erzeugt.

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